Säule 3a – Allgmein

3. Dezember 2014
säule-3a

Säule 3a – Allgmein

Einführung:
Das schweizerische Vorsorgesystem ist auf dem 3-Säulen-Prinzip aufgebaut. Dabei sollen die ersten zwei Säulen (AHV und BVG) den bisherigen Lebensstandard sicherstellen. Über die 3. Säule soll die individuelle Vorsorge durch steuerliche Anreize gefördert werden. Sowohl Banken als auch Versicherungen bieten Lösungen im Bereich der privaten Vorsorge (Säule 3a) an. Welche Lösung in Ihrem Fall die beste ist, hängt von der jeweiligen Lebenssituation und den persönlichen Bedürfnissen ab.

Worin liegt der Vorteil der Säule 3a:
1. Der gewichtigste Vorteil liegt im Sparen selbst. So kann das über die Erwerbsjahre hinweg ersparte Kapital im Alter verwendet werden, ohne dass man sich grössere Ausgaben von der Renkte absparen muss.
2. Diese Form des Alterssparen wird durch Steueranreize unterstützt. So können Einzahlungen in die Säule 3a von der Steuer abgezogen werden. Später kann das angesparte Kapital zu einem günstigen Steuersatz bezogen werden. So lassen sich je nach Konstellation problemlos 20% an Steuern sparen.
3. Ein weiterer Vorteil liegt in den höheren Zinsen. Die Zinssätze für Säule 3a Produkte bewegen sich in der Regel deutlich über den Zinssätzen für normale Sparkonten.

Wie viel darf ich einzahlen:
Damit Einzahlungen in die Säule 3a von der Steuer abgezogen werden können, wird ein AHV-pflichtiges Einkommen vorausgesetzt. Unselbständig Erwerbende (Lohnausweisempfänger) können im 2015 und 2016 maximal Fr. 6’739 einzahlen, bzw. von der Steuer abziehen. Selbständig Erwerbende können bis zu 20% des AHV pflichtigen Einkommens, jedoch maximal Fr. 33’840 von der Steuer abziehen. Erwerbstätige im Pensionsalter können Einzahlungen in die Säule 3a bis max. 5 Jahre über das ordentliche Rentenalter (Männer 65, Frauen 64) hinaus tätigen.

Eine Ausnahme bilden Einkünfte, welche im vereinfachten Abrechnungsverfahren erzielt werden. Im reduzierten Steuersatz sind bereits sämtliche steuerrechtlichen Abzüge abgegolten. Das bedeutet, dass Personen, welche ausschliesslich Einkünfte im vereinfachten Abrechnungsverfahren erzielen, allfällige Einzahlungen in die Säule 3a nicht separat von der Steuer abziehen können. Eine solche Einzahlung wäre aus steuerrechtlicher Sicht nicht zu empfehlen, da dies zu einer Doppelbesteuerung führen würde.

Kapitalbezug:
Das angesparte Kapital wird in der Regel im Pensionsalter bezogen. Jedoch kann das Kapital auch in anderen Lebenslagen bezogen werden.

Vorzeitiger Bezug
Unter gewissen Lebensumständen (Erwerb eines Eigenheims, Wegzug ins Ausland, Aufnahme selbständige Erwerbstätigkeit) kann das Kapital vorzeitig bezogen werden.

Ordentlich
Das Kapital aus der 3. Säule wird spätestens bei der Pensionierung ausbezahlt. Es kann aber bereits bis zu 5 Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter bezogen werden. Wird nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters noch weiter gearbeitet, kann die Auszahlung max. 5 Jahre aufgeschoben werden. Wird ein Konto ausbezahlt, so wird immer das ganze Konto fällig. Eine Teilauszahlung eines Kontos ist nicht möglich. In der Regel ist es aus steuerrechtlichen Überlegungen vorteilhaft, wenn mehrere Säule 3a Konten geführt werden. Über einen gestaffelten Bezug kann die Steuerlast reduziert werden.  Es gibt keine Limitation der Anzahl Säule 3a Produkte.

Steuer-Vorteile
Ein Kapitalbezug aus Vorsorgegeldern wird gesondert vom ordentlichen Einkommen besteuert. Das heisst, die Kapitalauszahlung führt nicht zu einem höheren Steuersatz des ordentlichen Einkommens. Auch werden Kapitalleistungen zu einem tieferen Steuersatz besteuert. Dieser ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Gerne berechnen wir Ihnen die optimale Höhe eines Säule 3a Kontos.

Zusammenfassung:
– Durch Einzahlung auf Säule 3a Konten können erheblich Steuern gespart werden
– Säule 3a Produkte haben in der Regel eine deutlich höhere Rendite als Spar-Produkte
– Verteilen Sie die Einzahlungen auf mehrere Säule 3a Konten
– Lassen Sie sich frühzeitig (ab ca. 55) von Ihrem Treuhänder oder Vermögensverwalter über die Möglichkeiten der steuergünstigen Kapitalbezüge beraten